Geschichte der Schalmei Die ersten Überlieferungen stammen bereits aus vorchristlicher Zeit. Das konisch gebohrte Instrument mit Doppelrohrblatt war vermutlich schon bei den alten Griechen bekannt. Bei den Etruskern oder besser beim Stamm der Falisker fanden derartige Instrumente schon um 1400 vor Christus Verwendung. Und wie sollte es anders sein, auch die alten Römer benutzten solche Instrumente schon. Woher kommt der Name Schalmei? Helle Köpfe haben herausgefunden, dass es von kalamos, calamus = Rohr abgeleitet ist.         Die in Griechenland und in Rom verwendeten Instrumente gelten als die Vorläufer der Rohrblattinstrumente, die wir heute kennen. Nach den Griechen und Römern scheint die Schalmei bis zum Mittelalter in Vergessenheit geraten zu sein. Erst im 12. Jahrhundert taucht das Instrument im mittleren Osten wieder auf. Von dort aus findet es Verbreitung über die ganze damals bekannte Welt. So tauchen die Instrumente in Indien und Tibet, in China und Java und sogar in Nigeria auf. Die Schalmei, die im Mittelalter in Europa bei Hirten und Spielleuten weite Verbreitung als einfaches Volksinstrument mit trichterförmiger Gestalt fand, wurde mit einem plattgedrückten Halm zum Klingen gebracht. Dabei wurde der Halm ganz in den Mund genommen. Der Mund diente sozusagen als "Windkapsel". Später wurde eine Windkapsel auf das Instrument aufgesetzt, in der das Rohr geschützt war. Auf diesem Prinzip beruhen die heutigen Instrumente noch. Sonst haben sie aber nicht mehr viel mit ihren Vorgängern gemeinsam. Das metallene Instrument, welches wir heute kennen, hat seinen Ursprung eigentlich in einem wenig prosaischen Gerät. Von dem Konstrukteur Max B. Martin (man beachte die durchaus gewollte Verbindung zum Martinshorn) wurde eine Schallbechertrompete als Warninstrument entwickelt und eingesetzt. Die Gründerfirma stand übrigens in Markneukirchen (Sachsen). Zur Belebung des Geschäftes übergab Herr Martin ein mit mehreren Ventilen ausgestattetes Instrument um 1900 an den deutschen Kaiser Willhelm II. Die ganze Geschichte ging aber nach hinten los. Der Kaiser beanspruchte das Instrument nur für sich allein. Fortan musste ein Trompeter auf seinem Automobil mitfahren, der mit der silbernen "Kaiserfanfare" das Nahen des Monarchen ankündigte. Später entwickelte sich das Instrument dann doch auf breiterer Basis. Bereits in den 20er Jahren verfügten viele Turn- und Radfahrvereine sowie Feuerwehren über Martins- oder Schalmeienkapellen. In der Zeit von 1933 bis 1945 war das Instrument nicht ganz so beliebt, jedenfalls nicht in Deutschland. Aber nach dem 2. Weltkrieg wurde diese Form der Musik wieder zum Leben erweckt und erfreut sich bis heute großer Beliebtheit. Bei uns läuft die Musik nicht vom Band - Wir spielen noch mit Herz und Hand. Willkommen Wir über uns Verstärkung Hier sehen und hören Sie uns Termine 2012 Fotos Geschichte der Schalmei Impressum Schalmeienkapelle Köthen 1973 e.V. “Bei uns läuft die Musik nicht vom Band - Wir spielen noch mit Herz und Hand.” Geschichte der Schalmei